Interview mit Papa Frank Lukas: BMX-Profi und Star Wars-Scratch Builder

Seit knapp zwei Jahren ist Dominik Teil unserer Kommune, die wir Agentur nennen. Und über ihn haben sich für uns ganz neue Welten eröffnet, denn gemeinsam mit einem Kumpel betreibt er Europas größten BMX-YouTube-Kanal WOOZY BMX. Kürzlich hat er uns von Frank Lukas erzählt: Frank ist nicht nur ehemaliger BMX-Weltmeister (er liebt es, wenn man ihn so ankündigt), sondern auch stolzer Papa und begeisterter Scratch Builder. Das bedeutet, er bastelt mit seinem Sohn detailverliebte Star Wars-Modelle – ganz ohne Bausatz, sondern komplett in Handarbeit. Hört sich spannend an? Ist es auch!

Aber lassen wir erst mal Bilder sprechen. Schaut euch an, was Frank so alles mit einem Fahrrad macht!

 

Wer bist du?
Hallo! Ich bin Frank Lukas. Ich bin 37 Jahre alt und der Papa von James Lukas – mein 7 Jahre alter Sohn! Wir wohnen in Koblenz.

Wie lange fährst du schon BMX?
Mein erstes BMX-Rad habe ich 1992 bekommen und seitdem fahre ich ohne Pause BMX. 12 Jahre war ich davon BMX-Profi. Heißt, dass ich davon gelebt habe.

Welche Länder hast du als Profi für Events und Projekte bereist?
Eine ganze Menge. Für Contests und Events bin ich seit 1996 unterwegs. Damals als Pro, heute als BMX-Judge oder -Showfahrer. Allein letztes Jahr war ich mehrere Male in Frankreich, England, Ungarn und USA um andere BMX Fahrer zu bewerten oder um anderen Menschen ein paar Tricks zu zeigen.

Nimmst du James mit auf Reisen?
Wenn es die Veranstaltung zulässt, das Hotel nicht weit entfernt ist und es interessant für James werden könnte, nehme ich ihn mit. Wir waren schon in Frankreich, in England und in mehreren deutschen Städten gemeinsam und es war immer die beste Zeit zu zweit.

Cool können sie, diese Szene-Sportler!


Was hat sich für dich am meisten verändert, seitdem du Vater bist?

Ich kann kaum in Worte fassen, wie glücklich ich bin, dass wir so einen tollen Sohn haben. Er ist mein Freund. Wir erleben tolle Dinge. Ich bin viel sensibler und mitfühlender geworden. Ich bin nicht gerne weit weg von ihm. Die Zeit ist das eine, aber die Entfernung ist viel schlimmer für mich. Wenn ich weiß, dass ich nicht in den nächsten 4 Stunden bei ihm sein kann, tut das schon weh. Das habe ich gemerkt, als ich letztes Jahr in New Orleans war. Ich habe auch viel mehr Angst, dass mir etwas passiert. Nicht wegen mir, sondern wegen ihm.

Motivierst du James zum BMX-Fahren?
Ich muss ihn da gar nicht motivieren. Der hat immer Bock, was zu machen. Ob das jetzt immer BMX fahren sein muss, weiß ich nicht. Wenn er Spaß daran hat, natürlich. Aber im Moment ist es Handball. Er geht aber auch gerne mit seinem 16 Zoll Flatland BMX Bike mit mir zusammen fahren.

Fährst du selber mit Helm BMX? Und muss James mit Helm Fahrrad fahren?
Ich fahre mit Helm, wenn ich mit einem großen Bike im Straßenverkehr unterwegs bin. Wenn ich BMX Flatland fahre, dann ohne Helm. James will gar nicht ohne Helm fahren. Für ihn gehört das zur Ausrüstung und es ist uncool, ohne Helm unterwegs zu sein.

Mache ich auch immer auf dem Weg zum Bahnhof morgens!

 

Hast du einen Tipp für junge Väter, wie man den Spagat zwischen Sport und Familie am besten hinbekommt?
James‘ Mama und ich leben getrennt. Wir verstehen uns und führen ein harmonisches, getrenntes Miteinander. Da James mehrere Male die Woche bei mir bzw. bei ihr ist, kann jeder in der Zeit Sport machen oder seinem Hobby nachgehen. Daher mein Tipp: Trennt euch von euren Partnern. Hahaha, nein natürlich nicht.
Ich glaube das A und O ist das Verständnis für den anderen. Wenn jeder sein Hobby hat, und beide Partner das respektieren, findet man immer einen Weg.

Zeigst du deinem Nachwuchs BMX Videos von dir oder anderen? Oder bleibt es bei Bibi & Tina und Bob dem Baumeister? Oder was ist angesagt?
James ist nur bedingt interessiert, was ich auf dem Bike alles kann. Es ist irgendwie normal für ihn. Aber er gibt bei jeder Gelegenheit damit an und ich als notorischer Tiefstapler verdreh dann immer die Augen. James: MEIN PAPA WAR MAL WELTMEISTER! (1997 – in meiner Altersklasse haha)

Frank mit seinem handgeklöppelten Todesstern

 

Dass du großer Star Wars Fan bist, kann man auf deinem @frankygalaxy Insta Account sehen. Was war das größte Bastel-Projekt und wie lange hast du daran gesessen?
Mein größtes Projekt war bis jetzt der „Deathstar“ aus „A New Hope“. Ich habe das Modell „from scratch“ (kein Bausatz, sondern alles selbst angefertigt) nachgebaut. Mit einem Durchmesser von 50 cm und geschätzt 2000 Teilen die ich alle einzeln ausgeschnitten, angefertigt und aufgeklebt habe, war das mit Abstand mein größtes Projekt. Ganz aktuell habe ich die Arbeit wieder aufgenommen und werden dem Todesstern den letzten Schliff verpassen (Beleuchtung und noch mehr Details).
Am meisten Spaß war James‘ Boba Fett Kostüm, das ich für Karneval zusammen mit ihm nachgebaut habe. Alles aus Pappe und Verpackungen, die eigentlich auf den Müll gekonnt hätten.

Möchtest du noch etwas loswerden?
Bastelt mit euren Kindern!

Seid ihr jetzt auch endlich angefixt in Sachen BMX? Dann gebt euch noch das hier oder meldet euch bei uns. Unser Kollege Dominik ist der Inhaber des YouTube-Kanals und freut sich, wenn ihr euer Unternehmen oder eure Marke auf dem größten BMX-Kanal Europas sehen willst:

 


Auch wir haben uns mal an einem Modell ausprobiert. Hier findet ihr unsere DIY-Anleiteing des Tie-Fighter-Bausatzes von Revell.

Lempi

Lempi

Der Autor Thomas "Lempi" Lemken ist Papa von zwei Töchtern. Das bedeutet: Als einziger von uns lebt er mit gleich drei Frauen unter einem Dach. Neben seiner Funktion als Leithammel, ist er Gründungsmitglied, Stammautor und Lektor unseres Blogs.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

%d Bloggern gefällt das: