Leo Lausemaus hat einen Idiot Dad

Babyvater

Babyvater

Der Autor Janni "Babyvater" Orfanidis gehört zu unserem Stammpersonal und ist einer der Gründer von "Ich Bin Dein Vater". Der gebürtige Kölner ist Ehemann, Kommunikationsberater und Vater von zwei Kindern (2011|2016). Aber ansonsten geht es ihm eigentlich ganz gut.

11 Antworten

  1. Veronika Malic sagt:

    Ich reihe mich zu den Leo-Gegnern an. Hier eine Mama, die nicht arbeiten geht, weil das Geld was Papa nach Hause bringt nicht reicht. Sondern weil sie es kann und möchte für die Familie Verantwortung mitzutragen. Monetär wie praktisch. Hier „hilft“ Mann nicht im Haushalt, hier machen wie es zusammen. Ich wollte eigentlich ein Buch über „Mama arbeitet“, damit meine Tochter sieht, welche Freiheiten und Vorteile sich daraus für eine Frau ergeben. Da kommt Leo. Mama MUSS arbeiten? Ja eben wie alle anderen Erwachsenen. Weil sie ausgebildet ist, eigenes Geld möchte und vielleicht auch so was wie eine Rente um nicht dem Kind zur Last zu fallen 40 Jahren später. Wenn ich nicht so eine künstlerische Niete wäre… Dann würde ich ein Buch schreiben. Und Conni, Conni verweigere ich auch.

  2. Danni sagt:

    Leuts, lang nicht mehr so derbe gelacht wie bei Euren ( und im Speziellen diesem) Beitrag/Beiträgen. Macht bloß weiter so!!

  3. sethyy sagt:

    Also wenn ich mir den Autor der Geschichten ansehe wird schon klar warum die Typen bei Leo und anderen Cartoons so sind wie sie sind. In Italien sind die Familienverhältnisse noch viel traditioneller als bei uns. Und das spiegelt sich halt auch in den Geschichten wieder. Ohne das ich Belege dafür habe denke ich das gerade im Bereich Geschichten und Cartoons sehr viele Italiener gibt.

  4. robin hood sagt:

    Leo ist gender bullshit der ganz schlimmen sorte.
    Wartet mit geschlechter stereotypen auf, die längst überholt sind.
    Da läuft ganz viel schief in der frühkindlichen prägung (ist in vielen kinderbüchern leider so)
    Als vollzeitpapa, väterkarenzgenießer, teilzeitarbeiter u vorzeigeehemann der für bügeln, kochen u staubsaugen zuständig ist, gerate ich regelmäßig in rage

  5. Jette sagt:

    Leo geht wirklich gar nicht! Ich mache es wie Du: Wenn mir was nicht passt, erfinde ich dazu. Noch geht das. Bei Dir ist es die Krawatte von Papa Lausemaus – für mich sind es die Tugenden von Dornröschen: schön, brav, anmutig. Bei uns wünschen die Feen also Tapferkeit, Mut, Klugheit…
    Und wenn irgendwo ein dahergelaufender Strolch meine schlafende Tochter küsst, vergisst sie hoffentlich ihre pazifistische Erziehung und ballert ihm eine!

    Märchen oder unliebsame Kinderbücher verbanne ich dennoch nur in ganz schlimmen Ausnahmefällen (Kinder im Dunkeln stehen lassen, würde wohl dazu gehören).

  6. Katarina sagt:

    Kann ich voll nachvollziehen. Wir lesen es nicht mehr vor seit die Mauseeltern in einem Buch den bockigen Leo stehen lassen und einfach nach Hause gehen. Leo bleibt zurück und erst im Dunkeln mit einer Laterne suchen die Eltern ihn dann irgendwann mal.
    Geht gar nicht finde ich.

  7. Schokominza sagt:

    Wir mögen Leo Lausemaus, auch wenn wir selbst nicht nach dem Modell leben (Ich arbeite Vollzeit, mein Mann ist seit 2,5 Jahren zu Hause mit den Kids). Aber ich finde, dass Kinderbücher grundsätzlich wirklich moderner sein sollten.

  8. Uli sagt:

    Es gibt auch ein Leo Lausemaus Buch namens „Mama geht arbeiten“ mit ähnlich fragwürdigen Rollenmodellen. Mama geht nur arbeiten, weil das Geld sonst nicht reicht, natürlich bringt und holt sie das Kind vom Kindergarten und Leo glaubt „verlassen“ zu werden.

    Finde ich auch befremdlich und wandert demnächst wohl in die Flohmarktkiste.

  9. Hallo Babyvater,

    mit nem jüngsten Sohn von 21 Jahren bin ich aus dem Vorlesealter, bis zum ersten Enkel, erste einmal eindeutig raus. Also nicht mehr auf dem neusten Stand. WAS?!?! 2015 gibt es noch solche Geschichten in Kinderbüchern?!?!

    Seit zwei Jahren bringen mich diese Stereotypen, regelmäßig in einschlägigen Eltern- und Frauenzeitschriften, Newsletter und von Hebammen und Ärzten kolportiert, in Rage.
    „Überlebenstraining für Väter im Kreissaal“, „Du kannst da nichts tun, Hauptsache Du bist da“, „Vielleicht wirst Du auch ohnmächtig, weil Blut fließt“ und „Na klar hat die Mama eine innigere Beziehung zu Deinem Baby, es ist ja schließlich in ihrem Bauch. Das ist rein biologisch für Dich gar nicht drin“.

    Alles Bullshit, absoluter Blödsinn! Kein Wunder, dass sich die meisten Paare kurz vor der Geburt oder im ersten Jahr nach der Geburt trennen.

    Als Mama von drei Töchtern und einem Sohn lernte ich bald die jungenfeindlichkeit unseres Schulsystems kennen. Was mir – ehrlich gesagt- erst einmal gar nicht so aufgefallen wäre. Wenn mich die Beziehungskisten und das Unglück über selbige nicht dazu gebracht hätten, mal über den Frauen-Tellerrand zu schauen und die Weite meines ganz persönlichen Horizonts finden zu wollen. Da sah und hörte ich einige Männer in Selbsterfahrungsworkshops. Deren Gedanken, Gefühle, Sehnsüchte und Enttäuschungen. Und sah, dass es DEN UNTERSCHIED, den, von dem alle reden, gar nicht gibt. Nur eine andere Weise damit umzugehen, drüber zu sprechen. Klare Ansagen und klare Haltung, da können wir Frauen uns ruhig ne Scheibe oder mehr von abschneiden.

    Da regen sich Diskriminierungsministerielle auf und Pippi Langstrumpfs Vater bekommt einen neuen Titel, ich darf auch keine Negerküsse mehr essen.
    Ist doch nicht zu glauben, dass 2015 noch solche Bücher gedruckt werden.

    Herzliche Grüsse aus der Nachbarschaft.

  10. Alu sagt:

    Ich hasse Leo. In einem Buch lässt ihn seine Mutter auf dem Spielplatz zurück weil er nicht artig war und holt ihn im Dunkeln ab.Kranker Mist.

  1. 29. Dezember 2015

    […] „Leo Lausemaus hat einen Idiot Dad„. Aber hallo!!! Hab ich schonmal gesagt, wie sehr ich Leo Lausemaus-Geschichten hasse? Mich freut ja immer, wenn es auch anderen so geht – und sie darüber schreiben. […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.