Pupsglobuli: Interview mit Antonius Steinwart aus der Christophorus Apotheke in Paderborn

Foto 2Man verdrängt ja schnell, wie schlimm meistens die kleinen Jungs in den ersten drei Monaten leiden können. Das Thema Bauchkrämpfe kennen alle, die Neugeborene stundenlang in der Fliegerposition herumtragen müssen, weil das Bäuchlein schmerzt. In diesem Zusammenhang kennen auch alle ein Mittel aus Paderborn, das nie beworben wurde. Dieses geheimnisvolle Mittel wird in erster Linie von den Hebammen des Landes in die Baby-Welt getragen. Eine genialeres Marketing-Konzept kann man sich gar nicht ausdenken. Der Spaß an der Sache ist, dass hinter den Pupsglobuli aus der Christophorus Apotheke in Paderborn gar kein Marketing-Konzept steckt. Im Gegenteil: Ihr Erfinder, der Apotheker Antonius Steinwart geht aus Sorge um gesetzliche Probleme jeder Marketing- und Werbeversuchung aus dem Weg. Umso dankbarer sind wir, dass er uns in einem schriftlichen Interview das journalistische Vertrauen geschenkt hat. Der Süddeutschen Zeitung hat er nämlich schon mal abgesagt, aber wir sind ja auch ein Qualitätsmedium…

PapaDoc: Seit wann gibt es ihre Pups-Globulis und wie sind Sie auf die Idee gekommen?

Antonius Steinwart: Die Anfänge sind ungefähr auf das Jahr 1997 zu datieren. Ich habe für “ein” Kind, das unter extremen Verdauungsprobleme litt, die Zusammensetzung in alkoholischer Lösung hergestellt. Alkoholgehalt nach HAB ( Homöopathisches Arzneibuch ) 57%. Starke Wirkung, Hebamme war begeistert. Die gestillten Kinder bekamen einen Tropfen in Muttermilch, die Flaschenkinder drei Tropfen ins Fläschchen. Nachdem der Alkohol in der Schwangerschaft immer kritischer eingeschätzt wurde, sind wir in die Produktion der Globuli eingestiegen.

PapaDoc: Ist die Zusammensetzung ein Geheimnis, so wie das Rezept von Coca-Cola?

Antonius Steinwart: Die Wirkstoffe (Echte Kamille, Fenchel/Anis/Kümmel, Koloquinte, Zottige Yamswurzel und Balsamapfel; Details hier), stammen aus dem Arzneischatz der Homöopathie und sind seit Urzeiten bekannt.

PapaDoc: Wie helfen Pups-Globulis?

Antonius Steinwart: Die Zusammensetzung wirkt sowohl entspannend wie auch krampflösend und ganz leicht stoffwechselanregend. Wir sehen die 3-Monatskoliken nicht als Krankheit, sondern als Entwicklungsproblematik der Kinder. Stillende Mütter können die Globuli auch einsetzen, um den Milchfluss zu optimieren und die Milch auch verträglicher zu machen, das sagen zumindest diverse Hebammen.

PapaDoc: Gibt es auch Globuli für richtige Männer; das „Globuli danach“?

Antonius Steinwart: Ihr Katermittel wäre Nux Vomica D 12 Globuli. 🙂

Wir werden berichten….

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Der Autor Thomas "PapaDoc" Guntermann ist gleichzeitig der Namensgeber unserer Kommunikationsagentur, in der wir eigentlich alle zusammenarbeiten. Er gehört zum Gründungsteam dieses Blogs, ist Stammautor und lebt mit seiner Frau und Sohn im beschaulichen Kölner Vorort Hürth (Buuuh).

9 Antworten

  1. Karsten sagt:

    So.. ich habe mal was zum Thema gebloggt und mich dort auch am Beitrag vom „Vadder“ orientiert..

    http://www.allein-unter-frauen.de/2014/08/21/skeptiker/

    Das geht auch absolut nicht gegen diesen Beitrag.. aber gegen die Reaktionen, die er hervorruft..

    • Vadder sagt:

      Danke für deinen Beitrag, gut zu wissen, dass ich da nicht allein bin. Es kommt einem manchmal vor wie gegen Windmühlen kämpfen.

      Leider funktioniert deine Kommentarfunktion gerade irgendwie nicht, das Skript wird nicht ausgeführt sondern heruntergeladen. Sonst hätte ich in deinem Blog kommentiert.

  2. Mir waren die Pups-Globulis nicht bekannt. Aber der Sohn war auch nicht überdurchschnittlich stark von Blähungen geplagt, als er noch ein Baby war. Und die heutigen Flatulenzen am Abendbrottisch müssen wohl auch nicht mit Pillen bekämpft werden (egal ob homöopathisch oder schulmedizinisch).

    Und vielen Dank für die letzte Frage, durch die das Interview noch einmal einen zusätzlichen Mehrwert für Väter (und Mütter) bietet.

    Viele Grüße,
    Christian

  3. Vadder sagt:

    Och nee, Werbung für Homöopathie hier auf einem meiner Lieblingsvaterblogs? Ich glaube ich muss langsam wirklich mal meinen Artikel zu Homöopathie schreiben. Im Zusammenhang mit Homöopathie von „Wirkstoffen“ zu sprechen ist mir suspekt. Das sind Zuckerkügelchen, mehr nicht. Wenn die jetzt preislich ungefähr bei dem liegen, was für andere Globulis verlangt wird, dann ist das ja die reinste Goldgrube. Oder ist das gar keine Homöopathie, und da sind wirklcih Wirkstoffe drin, die nicht zur unkenntlichkeit verdünnt sind?

  1. 25. August 2014

    […] den Kollegen von ‘Ich bin dein Vater’ gibt es ein interessantes Gespräch mit dem Apotheker Antonius Steinwart, der vor mehr als fünfzehn Jahren die …. Diese sollen angeblich das Leiden flatulierender kleiner Säuglinge lindern. Es ist allerdings […]

  2. 21. April 2015

    […] Pupsglobuli von PapaDoc […]

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