Heimaturlaub: Erlebnisbericht Naturerlebnispark Panarbora in Waldbröl

Ich und mein Holz, ich und mein Holz
Holzi, Holzi, Holz

Heimaturlaub Teil 3: Alles, was man nicht im 257er-Song über Bäume, Wald und Holz erfährt, habe ich heute im Naturerlebnispark Panarbora in Waldbröhl gelernt. Nach zwei Stadtausflügen stand endlich eine Landpartie ins Bergische an. Gut 50 Kilometer östlich von Köln findet sich Deutschlands wohl außergewöhnlichste Jugendherberge. Ja, richtig gelesen: Im Panarbora kann man nämlich nicht nur hoch in die Waldwipfel steigen, sondern auch übernachten. Aber auch für Tagesausflügler wie uns bietet der erst 2015 eröffnete Park eine ganze Menge: Wir sind gut fünf Stunden gewandert, haben gut gegessen, gespielt und gechillt!

Aussicht auf den Baumwipfelpfad vom Aussichtsturm

Aussicht auf den Baumwipfelpfad vom Aussichtsturm

Eine Jugendherberge in den Bäumen 

Das Panarbora ist eine wirklich einzigartige Jugendherberge. Insgesamt 170 Betten stehen zur Verfügung – nicht nur in klassischen Herbergszimmern, sondern auch und vor allem in drei Themen-Dörfern (Südamerika, Afrika und Asien) sowie in spektakulären Baumhäusern. Neben den Übernachtungsmöglichkeiten bietet der Park zahlreiche weitere Erlebnisse, die auch Tagesgästen offen stehen. Hauptattraktionen sind ein über 1,6 Kilometer langer Baumwipfelpfad und ein 40 Meter hoher Aussichtsturm mit spektakulärem Ausblick übers Bergische Land!

Der 40 Meter hohe Aussichtsturm

Der 40 Meter hohe Aussichtsturm – von außen

 

Der 40 Meter hohe Aussichtsturm – von innen

Anreise, Parken und Eintritt

Es fährt ein Bus. Ob diesen wirklich jemand nutzt, konnte ich heute nicht ermitteln, ich glaube es aber nicht. Wer nicht gerade auf Wander- oder Fahrradtour im Bergischen Land unterwegs ist, wird das Panarbora mit dem Auto ansteuern und das geht wirklich gut. Die A3, A4 oder A560 bringen einen ins Bergische und dann fährt man noch einige Kilometer durch wunderbare Landschaft bis zum Panarbora. Bei uns hat es trotz einer nur knapp einstündigen Anreise trotzdem dazu gereicht, dass ich endlich vierhundertdreiundsiebzig Mal von der Rückbank gehört habe: „Wann sind wir daaaaaa??“ Hach, endlich Urlaubsfeeling trotz Heimaturlaub. Einen kostenfreien Parkplatz haben wir problemlos an der Zufahrtstraße ergattert, ansonsten werden 3 Euro pro Tag auf dem großen Parkplatz direkt am Gelände fällig. Eine Familienkarte für 2 Erwachsene und drei Kinder schlägt mit 24,90 Euro zu Buche. Nicht günstig, aber in meinen Augen sehr fair.

Panarbora-Besucherzentrum – hier geht der Spaß los

Das wird geboten: Baumwipfelwandern, Spielplatz, Labyrinth und Sinnespfad

Highlight des Parks ist der Baumwipfelpfad plus Aussichtsturm: Mit Kind ist man locker eine Stunde auf den 1.635 Metern beschäftigt. Es gibt diverse Lern- und Erlebnisstationen, an denen Klein und Groß eine Menge über das Ökosystem Wald und alles rund ums Holz lernen. Den Touch-Screens, Puzzlen und Tafeln merkt man an, dass sie pädagogisch auf dem neuesten Stand sind und ich fand sie super gelöst. Trotzdem stand am Ende des Pfads die Erkenntnis, dass unsere Kids für den Ansatz noch zu klein sind: Grundschulkinder aufwärts werden die Stationen weitaus besser nutzen können als unsere Kita-Kriecher. Was für alle bleibt, ist die tolle Aussicht vom Baumwipfelpfad und vor allem vom Aussichtsturm, von dem man bis nach Köln sehen kann.

Auf geht's zur Wipfeltour!

Auf geht’s zur Wipfeltour!

 

Ganz schön hoch!

Ganz schön hoch!

 

Nach der Wipfeltour haben wir erst einmal der Gastronomie einen Besuch abgestattet: Passend zu den Themengebieten Asien, Afrika & Co. werden im Restaurant ausgewählte Gerichte zu fairen Kursen angeboten: Wir haben beim frisch zubereiteten Wok für 7,90 Euro zugeschlagen und wurden nicht enttäuscht. Das Restaurant liegt im zentralen Gebäude des Parks und bietet eine schöne Spielecke sowie vorbildliche Sanitäreinrichtungen (unter anderem mit einem komplett ausgestatteten Wickeltisch!). An die Restaurant-Terrasse schließt direkt der Spielplatz an – natürlich komplett aus Holz und mit Wasserecke, Kletterparcours und vielem mehr. Eine weitere Stunde bringt man locker noch mit dem Heckenirrgarten, diversen Tunneln aus Weiden und Beton sowie dem Sinnesparcours zu. Alle Attraktionen sind liebevoll angelegt und sind in ein paar Jahren – wenn alle Pflanzen und Bäume erst einmal richtig gewachsen sind – sicherlich noch schöner als heute. Folgt man dem Sinnesparcours (der unseren Kids übrigens fast mehr Spaß bereitet hat als der Baumwipfelpfad), erhascht man übrigens auch den ein oder anderen Blick auf die Themendörfer und Baumhäuser, die ansonsten – verständlicherweise – nur den Übernachtungsgästen offen stehen. Die schönsten fünf Minuten hatten wir Erwachsenen in den zwei sehr gemütlichen Hängematten, liebevoll angeschubst von unserer Großen.

Spielplatz - natürlich aus Holz

Spielplatz – natürlich aus Holz

 

Tunnel und Labyrinthe wollen erforscht werden

Tunnel und Labyrinthe wollen erforscht werden

 

Stylische Schlafhütten

Stylische Schlafhütten

 

...und imposante Baumhäuser

…und imposante Baumhäuser

Fazit

Das Panarbora ist eine Reise wert – auch wenn ich den Namen etwas unglücklich finde. Der wurde übrigens eigens von einer Agentur entwickelt und ist ein griechisch-lateinisches Konstrukt aus dem Gott des Waldes (Pan) und Baum (Arbor). Ich sag mal so: Ich war heute da und musste für die Überschrift dieses Artikels trotzdem noch mal googlen, wie der Laden noch mal hieß. 😉

Insbesondere Eltern von Schulkindern verbringen hier einen entspannten und lehrreichen Tag und auf meiner persönlichen To-Do-Liste steht ab heute eine Übernachtung im Baumhaus. Spätestens wenn die Kleine in die Schule geht, gibt es an dieser Stelle also ein Update!

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Lempi

Lempi

Der Autor Thomas "Lempi" Lemken ist Papa von zwei Töchtern. Das bedeutet: Als einziger von uns lebt er mit gleich drei Frauen unter einem Dach. Neben seiner Funktion als Leithammel, ist er Gründungsmitglied, Stammautor und Lektor unseres Blogs.

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