„Nein!“ – Ein Gedicht zum Trotz

Jeder Philosoph von Rang
fing im Kindergarten an.
War das Repertoire auch klein:
– Nein!

Liebe Tochter, lern zu teilen
statt dich immer nur zu keilen!
Nicht alles was du siehst ist dein!
– Nein!

Geh doch weiter, lass den Stein,
hab‘ schon Muskelschwund im Bein,
Stunden schon, gleich schlaf ich ein!
– Nein!

Youtube – es reicht, ich mach jetzt aus,
zum hundertsten Mal schon die Sendung der Maus,
wär stattdessen ein Buch denn nicht fein?
– Nein!

Du musst nun endlich schlafen geh’n,
hab dich andauernd gähnen seh’n.
Hüpf schon in den Schlafsack rein!
– Nein!

Selbst die härteste Opposition
nutzt die Medien für Grund-Diskussion.
Im Kinderzimmer das Regime lenkt nie ein:
– Nein!

So bleibt am Ende das Mittel „Gewalt“:
Ich bin dein Vater, du zweieinhalb Jahre alt.
Noch klappt das, doch bitter wird’s spät:
Wie wird das nur erst in der Pubertät?!

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10 Antworten

  1. Andrea sagt:

    Hört sich sehr witzig an Dein Gedicht. Ich finds gut! 🙂

  2. Henrik sagt:

    Hallo Nina, konsequenterweise müsste ich jetzt „Nein!“ sagen, aber in Wirklichkeit war ich es doch 🙂 LG, Henrik

  3. Nina sagt:

    Sehr nett, hast Du das selbst gedichtet ? Liebe Grüße

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