Gastbeitrag: Klicken statt kicken – Das chattende Klassenzimmer

5 Antworten

  1. Lea sagt:

    Mich wundert es immer wieder. Wie kann das sein?
    Unsere Kinder sind die nächste Generation. Welche Werte wollen wir Ihnen vermitteln? Das sie immer erreichbar sein sollen, damit später das Thema Work-life Balance nie aufkommt? Weil sie seit klein auf gelernt haben immer erreichbar zu sein?
    Das ein Chat immer einem richtigen Gespräch vorzuziehen ist, weil cooler? Sich nur über Smiles auszutauschen, reicht ja?!
    Technik ist was tolles und wird unseren Kids eine Menge ermöglichen. Es ist nur so wie bei allem #tollen#, Alkohol, Autofahren usw. Man braucht eine gewisse Reife. Weil im Umgang mit Technik weitreichende Konsequenzen lauern, die Kinder nicht abschätzen können. Und Eltern die ihren Kids in der Grundschule ein 500€ Smartphone schenken, sollten sich überlegen welche Reife sie erwarten.

  2. Marc sagt:

    Zunächst einmal möchte ich sagen/schreiben, wie unterhaltsam ich diesen Blog finde. Mütterblogs habe ich schon ein paar gelesen, aber das auch Väter so unterhaltsam bloggen war mir bisher neu.

    Das Thema Smartphone wird bei uns auch immer wieder diskutiert. Unsere Tochter geht zwar erst in die 2. Klasse, aber die Entwicklung geht ja schon deutlich in die Richtung, dass Kinder immer früher ein Smartphone geschenkt bekommen.
    Meine Frau und ich vertreten grundsätzlich den Standpunkt, dass ein Smartphone bei Kindern nichts zu suchen hat. Vor allem kein hochwertiges und teures Gerät (wie aber immer wieder zu beobachten ist). Wir sind aber auch realistisch genug zu erkennen, dass wir uns diesem Trend -wenn die Stunde schlägt- nicht so ohne weiteres widersetzen werden können. Wir wollen nämlich nicht, dass eines unserer Kinder wegen unserer Prinzipientreue am Ende der Leidtragende ist (unsere Tochter ist kürzlich erst wegen ihres Füllers gemobbt worden!).
    Verkompliziert wird die Geschichte dadurch, dass heutige Smartphones eierlegende Wollmilchsäue sind, die MP3-Player, Videoplayer, Spielekonsole, Terminplaner und vieles weitere gleichzeitig sind. Beobachtet man die jüngeren Nutzer, so stellt man fest, dass sie meist Spiele spielen, Videos/Clips schauen oder vereinzelt Musik hören. Der kommunikative Aspekt kommt m.E. ja erst später hinzu (so zumindest meine Beobachtung).

    Deshalb haben wir für uns folgendes Beschlossen: wir werden es so lange wie möglich hinauszögern uns aber nicht komplett sperren. Darüber hinaus wird es ein einfaches Gerät werden (also auch kein abgelegtes Top-Smartphone), an dessen Kosten sich das Kind beteiligen muss. Darüber hinaus wird das Gerät nach unseren Vorstellungen eingerichtet und konfiguriert sein.

    Was ich aber auch immens wichtig finde und wo meines Erachtens viele Eltern versagen ist die Vermittlung entsprechender Kompetenz verantwortungsvoll mit so einem Teil umzugehen!

  3. Uli sagt:

    Kleiner Erfahrungsbericht aus Bayern, hier gilt an Schulen folgendes:
    „Im Schulgebäude und auf dem Schulgelände sind Mobilfunktelefone und sonstige digitale Speichermedien, die nicht zu Unterrichtszwecken verwendet werden, auszuschalten“
    https://www.mebis.bayern.de/medien/welten/handy-smartphone/handynutzung/

    Klar, damit verlagert man das Problem nur, anderseits wüsste ich nicht warum man Jugendlichen überhaupt erlauben sollte in der Schulzeit mit ihren iPhones zu spielen.

  4. Jakob sagt:

    Super Artikel. Danke. Aber angsteinflössend. Meine Söhne sind 4 und 1. Es kommt also noch auf mich zu. Und iPad nutzen sie zu Hause ja jetzt schon, mit meiner und Mutters Zustimmung (für Kinderspiele und Kinderfilme). Bin mir nicht sicher, ob das richtig ist. Bin mir nicht sicher, ob ich für die Zeit der Grundschule schon innerlich gewappnet bin. Totschlagargument wird doch sein: „Die anderen in meiner Klasse haben alle ein Smartphone!“ Auweia!

  1. 19. April 2015

    […] Klicken statt kicken – Das chattende Klassenzimmer Auf dem Papa-Blog “Ich bin Dein Vater” schreibt ein Gastautor über den Einzug von Smartphones an Grundschulen. […]

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