Väter zwischen Wunsch und Wirklichkeit? Ein Widerspruch.

Lempi

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Der Autor Thomas "Lempi" Lemken ist Papa von zwei Töchtern. Das bedeutet: Als einziger von uns lebt er mit gleich drei Frauen unter einem Dach. Neben seiner Funktion als Leithammel, ist er Gründungsmitglied, Stammautor und Lektor unseres Blogs.

14 Antworten

  1. ich finde den artikel noch viel widersprüchlicher als die studie. „Wir Väter wollen alles, nur keinen Verzicht“ – wenn der artikel ernst gemeint ist, ist gleichberechtigt für das kind zu sorgen kein teil von „alles“ und „verzicht“ meint ausschließlich den verzicht auf geld/einkommen/arbeit. verzicht auf relevante menge an zeit mit dem kind scheint damit nicht gemeint zu sein.

  2. Renate sagt:

    Ihr trefft es wie immer auf den Punkt. Ich als Mama könnte mir nicht vorstellen, mit meinem Mann zu tauschen. Dafür ist mein Mama-Gefühl viel zu stark. Zumindest für unsere Situation hat die Natur das sehr gut geregelt.
    Ich möchte nicht mehr als Teilzeit arbeiten, um die übrige Zeit mit meiner Tochter zu verbringen. Mal ganz davon abgesehen, dass oft die Männer besser verdienen als die Frauen, was dann auch zu finanziellen Einbußen führen würde.
    „So viel Zeit wie möglich“ verbringt auch bei uns der Papa mit der Kleinen und wir sind damit alle zufrieden. Und auch er hat die besagten 2 Monate Elternzeit genommen. Wir passen also sehr gut in die Ergebnisse, aber nicht unbedingt in die daraus resultierenden Interpretationen.
    Ich gebe euch völlig Recht und finde den Artikel wie auch euren Blog super!

  3. Annika sagt:

    Super Beitrag

  4. Uli sagt:

    Das mit dem „wollen“ ist ja immer so eine Sache, oft genug verdient Mann für den gleichen Job halt immer noch deutlich mehr als eine Frau. Also geht Mann Vollzeit arbeiten um die Miete zu bezahlen, während die Frau in Teilzeit geht. Genauso wie man nicht monatelang in Elternzeit geht, weil der Verdienstausfall nicht zu stemmen ist. Da heißt es dann Männer wären nicht bereit die Karriere zu gefährden, haben die Redakteure sich mal den Wohnungsmarkt in München angesehen?

    Für mich verläuft die Kluft nicht zwischen Karriere und Familie sondern eher zwischen malochen gehen und dabei den Lebensstandard halten oder mehr Zeit mit der Familie verbringen und dafür finanziell auf einiges verzichten. Und da bin ich tatsächlich auf der Besitzstandswahrer Seite, der nicht auf’s platte Land ziehen will, weil man die Miete in der Stadt nicht mehr zahlen kann.

    • Lempi Lempi sagt:

      Absolut richtig! Dabei spielt es sicherlich auch eine große Rolle, dass es immer noch so eine große Ungleichheit gibt, was den Verdienst von Frauen und Mänenrn angeht.
      Den Wunsch, seinen Lebensstandard auch mit Kind zu halten, finde ich auf jeden Fall auch weder verwunderlich noch verwerflich.

  5. Johnny sagt:

    Schön und pointiert dagegen gehalten!
    Vielen Dank auch für den Link zum Fazit. Kannte ich noch gar nicht.

    LG, Johnny

  6. Lauschvater sagt:

    Wir armen Väter! So ein Bockmist. Danke für den Beitrag.

    • Lempi Lempi sagt:

      Hehe 😉 Genau das dachte ich beim Lesen des Eltern-Artikels auch: Ich will kein Mitleid/Bedauern für ein Problem, das es gar nicht gibt!

  7. Karsten sagt:

    Ja.. dann kann ich es ja zugeben: Ich finde Arbeiten tatsächlich weniger anstrengend als stundenlanges Tanzen mit meiner Tochter! Sie ist mein ein und alles, aber ich bin wirklich froh, dass meine Frau sich in der Woche mehr um sie kümmert. Allerdings arbeitet sie regelmässig die Wochenenden durch, da dreht sich alles um: Ich kümmere mich dann größtenteils ums Kind. Und das ist wirklich, wirklich kräftezehrend.. sorry to say.

    • Lempi Lempi sagt:

      Das geht mir ganz genauso wie dir, Karsten. Ich liebe es, mit meiner Tochter zu spielen, zu lesen und Sachen zu unternehmen. Aber ich bin auch froh, wenn ich dann wieder zur Arbeit „darf“. Ich glaube, der entscheidende Punkt ist , dass ich im Büro tatsächlich selbsbestimmter und freier in meiner Zeiteinteilung und -verwendung bin als zuhause.

  8. Guter Beitrag – und richtige Schlußfolgerung.

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