Gastbeitrag: Warum jeder Vater einen Bart haben sollte!

Reini_mein-vollbart.de_2

Reini von mein -vollbart.de – hat so’n Bart!

Normalerweise bleibt Reini in seinem Blog mein-vollbart.de und sorgt dort dafür, dass seine brave Leserschaft alle Infos zum Bart bekommt. Nachdem er aber erfahren musste, dass PapaDoc sich sein Bärtchen amputiert hat, hielt er es für seine Pflicht, sich hier mit einem Gastbeitrag zu Wort zu melden und Euch einmal den Sinn hinter dem Bart vor Augen zu führen und zu verhindern, dass dieses Beispiel Schule macht! Bühne frei:

Der Bart gehört zum Mann und erst recht gehört der Bart an jeden ordentlichen Vater!
Ich muss es wissen, weil ich nicht nur ein paar Kinder, sondern auch noch einen ausgeprägten Vollbart habe. Die Wirkung eines gepflegten Bärtchens ist vielschichtig. Neben den unbestrittenen optischen Vorteilen, die er seinem Träger beschert, hat der Bart auch eine psychologische Wirkung, die Papa in der Kindererziehung gut einsetzen kann. Und dann gibt es noch ein Argument, das jedem Vater nach der Schwangerschaft gerade recht kommen sollte. Das leidige Thema der Scheinschwangerschaft, die Männer neun Monate lang immer mehr Mann werden lässt, sorgt auch dafür, dass das Gesicht breiter wird. Hier wirkt eine sauber konturierte Linie an den Wangen Wunder, weil durch den dunklen Bart ein Schatteneffekt entsteht, der den Eindruck vermittelt, dass der Backenknochen einen Schatten wirft.

Allerdings sollte schon die Bart-Psychologie alleine ausreichen, dass sich jeder Vater einen Vollbart wachsen lässt. Ein behaartes Gesicht wird lt. zahlreichen Studien als attraktiver wahrgenommen und als intelligenter und smarter eingeschätzt. Gesichter von Bartträgern werden als freundlicher wahrgenommen, während in Studien, in denen den Probanden Bilder von Männern mit und ohne Bart vorgelegt wurden, den rasierten Gesichtern allerhand negative Emotionen angedichtet wurden.

Wenn wir schon bei Studien sind, dann möchte ich auch gleich auf diese hier verweisen, in der 2013 die Rolle der Gesichtsbehaarung bei der Beurteilung der Attraktivität, Gesundheit, Männlichkeit und der Erziehungsfähigkeiten eines Mannes untersucht wurde und ein Zitat daraus anbringen:

Men and women rated full beards highest for parenting ability and healthiness.

Wer sich nicht so viel aus Studien macht, dem kann ich das Thema auch gerne mit einem Bild erklären. Stellt Euch mal vor, wie das abläuft, wenn bei den Nacktmull´s im Erdloch Papa Nacktmull seinen Nachwuchs ermahnt, weil der kleine Racker sein Kindererdloch nicht aufräumen möchte, oder beim Knollen kauen seiner kleine Schwester die Knolle geklaut hat. Wird jetzt nicht viel her machen, wenn der unbehaarte Nacktmull sein böses Gesicht aufsetzt und auch seine großen Zähnchen werden ihm nicht nachhaltig autoritär wirken lassen.

Jetzt nehmen wir dieselbe Situation bei den Löwen. Sofort merkt man den Unterschied. Die Mähne von Papa Löwe verleiht ihm ein beeindruckendes Äußeres und der kleine Löwe wird ihn ernst nehmen. Gut, der Vergleich hinkt ein wenig, aber auch nur deswegen, weil kein vernünftiges Tier sich die, von der Natur sorgfältig an gut sichtbaren Stellen positionierte Behaarung entfernen würde. Die Natur weiß im Allgemeinen was sie tut und man kommt viel entspannter durchs Leben, wenn man sie darin unterstützt.

PapaDoc im Löwen-Modus

PapaDoc im Löwen-Modus

Erziehung ist kein Ponyhof!
Bei allem Wohlwollen und dem elterlichen Bestreben das Kind zu fördern müssen immer wieder Grenzen aufgezeigt werden. Auch das antiautoritär erzogene Kind sollte daran gehindert werden können, auf die Straße zu laufen, oder mit der Gabel in der Steckdose zu stochern. Nicht erst in der Pubertät, sondern schon in den ersten Lebensjahren, wenn das Kind die Trotz-, oder besser die Autonomiephase auslebt, gilt es, sich durchzusetzen und das Verhalten des Kindes wieder auf ein gesellschaftsfähiges Niveau zu bekommen. In der Situation kann man eher vom Löwen etwas lernen, als vom Nacktmull. Die Mähne beim Löwen hat einen ähnlichen Effekt wie der Bart beim Mann und lässt den Nachwuchs eher aufhorchen.

Zurück zum Thema und zu der Frage, ob der Mann mit Bart der bessere Vater ist. Auf diese Frage kann ich, bei aller Liebe zum Vollbart, natürlich nicht so einfach mit Ja antworten. Das wäre unseriös und unfair gegenüber den glattrasierten Vollblutvätern unter Euch. Der Job als Vater ist hart. Auch wenn man in der klassischen Aufgabenverteilung den halben Tag nicht zu Hause ist, sondern mit Jagen und Sammeln außer Haus beschäftigt ist, ist die Zeit, die man dann bei den Kindern ist für Kind und Vater sehr wichtig und man kann sehr viel falsch machen. Da rettet der perfekte Vollbart wenig, wenn man das Kind nicht fördert und versucht ihm den Lebensweg weniger steinig zu machen indem man es auf das Leben vorbereitet, sondern andere Dinge wichtiger findet. Wer seinem Kind Werte vermittelt und als Vorbild dient, der ist ein guter Vater. Wenn er seinen Söhnen dann auch noch im Hinblick auf gepflegte männliche Gesichtsbehaarung ein leuchtendes Beispiel gibt und seinen Töchtern ein bärtiges männliches Idealbild zeigt, dann hat er gute Chancen auf den Vater des Jahres.

PapaDoc als Nacktmull: Autorität Fehlanzeige!

PapaDoc als Nacktmull: Autorität Fehlanzeige!

An der grundlegenden Qualifikation zum Vater ändert die Gesichtsbehaarung also erstmal wenig.
Allerdings könnte man einen tollen Vater mit Bart mit einem genauso tollen Vater ohne Bart vergleichen. Hier kann der Bart sein Potential ausspielen. Das Ganze beginnt schon kurz nach der Geburt. Ich selber war bei sechs Geburten dabei und meine Erfahrung zeigt mir, dass so eine Geburt eine langwierige Angelegenheit ist. Angenommen ich wäre kein Bartträger, dann würde ich mich wohl morgens um 7h rasieren, ins Büro fahren und würde dann bestenfalls am Nachmittag von meiner Frau alarmiert werden. Meist wird es eher der spätere Abend sein, wo die Natur dann im Gesicht schon Ihre Rückeroberung begonnen hat und die Bartstoppel mit etwa 0,4 mm sich langsam aus der Haut bohren. Dann erst mal ins Spital, dort ein paar Stunden Wehen und schließlich mitten in der Nacht, oder in den Morgenstunden die langersehnte Niederkunft. Das Bärtchen ist dann schon fast einen Millimeter gewachsen und hat die aggressivste und stichelndste Länge. Jetzt lässt es sich der glückliche Vater aber oft nicht nehmen seinem frischgeschlüpften Nachwuchs einen zärtlichen Kuss auf die käseschmierige Wange zu drücken und schon ist das Kind geprägt. „Der bärtige Typ sticht!“ wird abgespeichert.

Habt Ihr Euch mal gefragt, warum Kinder mit bärtigen Vätern keine Angst vor Bartträgern haben? Psychologen vermuten, dass die kindliche Angst vor Bärten mit dem Schmerz zu tun hat, den ein freundlicher Bartträger im Gesicht des Kindes verursacht hat. Hätte Papa einen gepflegten Vollbart getragen wäre das nicht passiert. Das Barthaar wird mit der Länge weicher und wenn Du Deinen Vollbart rund um den Geburtstermin mit speziellem Bartshampoo wäscht und mit Bartöl und Bartbürste in Form bringst, dann braucht Dein Kind sich nicht vor der Begrüßung zu fürchten. Auch wenn Du ihm nach drei Nervenzusammenbrüchen, mit zittrigen Händen, übermüdet, verschwitzt, blutig von der Nabelschnur und voller Adrenalin den ersten Kuss auf die Wange drückst und endlich verstehst, was Vaterglück genau ist.

Wer also in der nächsten Zeit ein Kind erwartet, dem möchte ich den gepflegten Vollbart dringend ans Herz legen. Lass die Männlichkeit raus und sei Deinem Kind (auch optisch) ein gutes Vorbild. Ein ordentlicher Bart ist ein Gewinn für jeden Mann. Neben einem klaren Signal an die Umwelt kann er bei Glatzenbildung als Reservefrisur dienen. Dein Bärtchen schützt Dich vor Umwelteinflüssen, wie Sonnenstrahlen, oder Schnee und fühlt sich toll an, wenn Du es durch Deine Finger gleiten lässt und nicht zuletzt schont es die Haut Deines Nachwuchs und natürlich auch die seiner Mutter. Auch Du, PapaDoc, solltest Deine Entscheidung überdenken und wieder auf den rechten und bärtigen Weg zurückfinden. Wenn Du Motivation brauchst, dann komm mal rüber zu meinem Blog, dort gibt es davon jede Menge!

 

Related posts:

PapaDoc

PapaDoc

Der Autor Thomas "PapaDoc" Guntermann ist gleichzeitig der Namensgeber unserer Kommunikationsagentur, in der wir eigentlich alle zusammenarbeiten. Er gehört zum Gründungsteam dieses Blogs, ist Stammautor und lebt mit seiner Frau und Sohn im beschaulichen Kölner Vorort Hürth (Buuuh).

6 Antworten

  1. Jay sagt:

    Schöner Beitrag! Bärte forever!

  2. Gunnad sagt:

    Reini, klasse Einstellung! 😀

    Schonmal ans Färben gedacht? Ich (33) habe auch leider schon Graue Stellen im Bart und finde es sieht nicht schön aus, kann man da irgendwie färben?

    Liebe Grüße
    Gunna

  3. Felix sagt:

    Das Argument mit der „Reservefigur“ bei Glatze ist klasse. Ich werde darüber nachdenken, wieder mal wachsen zu lassen. Kann ein Mann mit sechs Kindern (ich vermute, alle Geburten-Teilnahmen wurden als Vater durchgeführt) überhaupt irren?…

  4. Lisa Doneff sagt:

    Ich find Bärte auch richtig toll, nur leider sieht mein Freund das anders 😀

  5. Sabrina sagt:

    Ich als Frau kann es nur bestätigen. Unsere Mädchen schauen da schon auf wenn Papa was sagt. Ich bin nur jetzt mal gespannt wo noch ein Sohn kommt ob das da auch so schön klappt 😉

  6. Alena sagt:

    …100% Unterstützung – Männer ohne Bärte sind wie Wohnungen ohne Balkon. Finde Bärte sehr toll, insbesondere wenn diese auch gepflegt werden.

    LG
    Alena

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.