Bettgeschichten

Es wird Zeit, die Wahrheit über unsere Bettgeschichten zu erzählen, euch einen tieferen Einblick ins Innerste zu gewähren und davon zu berichten, wie teuer wir für unsere Ausschweifungen bezahlt haben.

Am Anfang stand die Dummheit…

… und zwar in Form eines willfährigen Trottels namens Papa Doc, der die hohlen Dummbratz-Sprüche der werbenden Kollegen mal direkt abkaufte. Dabei wollte ich das Thema Bett doch rational angehen, also in der vorderen Stirnhirnrinde ausdribbeln. Der präfrontale Cortex, dachte ich mir, der wird’s schon richten. Aber er agierte flatterig und fahrig wie das Mittelfeld des ersten Fußballclubs der Domstadt; spielte aus lauter Unfähigkeit immer wieder zum limbischen System, dem Sitz der Gefühle, zurück und BÄNG schoss ich mir in Form der Roba Rockstarwiege* das erste teuere Eigentor der noch jungen Familiengeschichte.

In meinem limbischen System verknüpften sich Rockstar, Wiege und ruhiges Schlafen zu einer nicht enden wollenden Kombination zusammen, an dessen Ende ich die Pin-Zahl ins Kartenlesegerät hämmerte. Das Kinderzimmer eingerichtet, die Wiege rein, das Ensemble war perfekt. Dumm nur, dass der Dicke keine Halbzeit lang darin gepennt hat. Keine Ahnung warum. War ihm zu dunkel, die elendige Wipperei mochte er nicht oder was auch immer. Ich nahm ihn vom Feld, düste mit überhöhter Geschwindigkeit in den benachbarten Babymarkt nach Frechen, kaufte ein weißes Beistellbettchen aus der Ausstellung, baute es auf und … das Monster schlief. Ich war selig… hatte Lehrgeld bezahlt, ja, aber ich war zufrieden.

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Und da er ja nach wie vor viel und gerne isst, wurde der Herr von Bödefeld schnell zu groß für das Baby-Beistellbett, also musst der Alte los und ein neues Bettchen kaufen, das dritte! Ein weißes, flexibles, mit Umbaumöglichkeiten: Als Stand-Alone-Lösung, zum Andocken ans Elternbett, mit Stäben, mit Stoffbespannung, in verschiedenen Höhen und neuer Bettwäsche… es hatte was. Mein Alleingang-Online-Kauf war ein Treffer. Das Ding kam an, wurde aufgebaut und …. er schlief. Erst beigestellt, dann abgestellt in seinem eigenen Zimmer.

Wie Spiele nun mal so laufen, muss man als schlafen wollender Vater ab und zu an der Taktik schrauben. Aktuelle laufen die Dinge so: Einschlafen im eigenen Zimmer und Bett, dann drei bis fünf Stunden später rumbrüllen und nur noch im Elternbett weiterschlafen wollen, können und müssen. Was das heißt, wissen wir alle.

Ergo habe ich neulich (nach 15 Monaten Herrn von Bödefeld) das vierte (!) Bettchen rangekarrt. Diesmal von Ikea. Ein schlichtes weißes Gitterbettchen. Das steht jetzt in seinem Kinderzimmer. Das flexible Bettchen wurde wieder zum Beistellbett umgebaut und für die zweite Nachthälfte ans Elternbett angedockt. So weit die Theorie: Weiterschlafen kann der kleine König übrigens nach wie vor am besten zwischen uns… Jetzt überlege ich tatsächlich die Anschaffung eines King Sizers, damit wir alle Platz haben. 

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Der Autor Thomas "PapaDoc" Guntermann ist gleichzeitig der Namensgeber unserer Kommunikationsagentur, in der wir eigentlich alle zusammenarbeiten. Er gehört zum Gründungsteam dieses Blogs, ist Stammautor und lebt mit seiner Frau und Sohn im beschaulichen Kölner Vorort Hürth (Buuuh).

1 Reaktion

  1. Vatter Sven sagt:

    Sehr schöner Artikel. Wir hatten Glück und nach 14 Monaten nur zwei Betten gekauft. Dafür gab es zwei Fehlversuche in Sachen „Schlaf/Spielstätten am Tag“ mit einer Babyhängematte und einem Laufstall. Beides wurde auch gegen jeden Vorsatz auf total emotionaler Basis (Wenn die angeheiratete Tante Erzeiherin ist, kommt so was wohl vor….) gekauft. Der Nutzungsgrad war und ist bei Null. Die Hängematte funktionierte weder im Säuglingsalter, noch jetzt und wohl auch nicht bis zum Erreichen der maximalen Tragfähigket von 15 Kilo. Dem Laufstall konnte wenigstens eine sinnvolle Funktion zum „Spielzeugsammelplatz“ zugetragen werden.
    Grüße
    Sven

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