APP ins Bett! – Das teuerste Spielzeug aller Zeiten

Babyvater

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Der Autor Janni "Babyvater" Orfanidis gehört zu unserem Stammpersonal und ist einer der Gründer von "Ich Bin Dein Vater". Der gebürtige Kölner ist Ehemann, Kommunikationsberater und Vater einer Tochter. Aber ansonsten geht es ihm eigentlich ganz gut.

11 Antworten

  1. Nessa sagt:

    Ich habe Dinge wie Tablet, Smartphone, Konsole & Co. ganz bewusst bis zum Alter von 5 Jahren von meinen Kindern fern gehalten. Seit der Knirps 6 ist, spielen wir etwa einmal im Monat gemeinsam Wii. Manchmal spielen die Kinder auch alleine, wenn das Wetter schlecht ist. Da sind es dann schon mal 2 Stunden am Stück. Das ist mir dann hupe. Wichtig ist mir, dass meine Kinder immer noch überwiegend draußen und/oder mit ihren Freunden spielen. Der Knirps ist weitaus mehr aufs Tablet fixiert, als das Fräulein. Regel ist hier: Pro Tag 20 Minuten. Will er mehr, muss er draußen spielen. Je nach Wetter und Tageslauf darf er für 2-3 Stunden, die er draußen gespielt hat, das Tablet eine weitere halbe Stunde haben. Nett fände ich, wenn es ein Zeitkonto oder sowas als App gäbe. Leider habe ich da bisher nichts brauchbares für Android gefunden.

    Ich finde die Thesen von Manfred Spitzer aber gar nicht so wahnsinnig falsch, aber in meinen Augen macht es eben die Mischung.
    Meine Kinder (die Große ist fast 8, der Kurze 6) waren noch nie selbst im Internet. Sie haben mal gefragt, ob sie sich Seite XYZ mal ansehen dürften. Haben wir gemacht. Kurz einen Blick drauf geworfen, als langweilig empfunden und damit war das erledigt. Alle paar Monate gucken wir uns mal ein Youtube Video an. Hin und wieder recherchieren wir was bei Wikipedia gemeinsam, wenn ich mal wieder keine Antwort weiß. Aber viel mehr ist es einfach noch nicht geworden. Und warum sollte es das, wenn kein Interesse da ist?

    Allerdings sehe ich den Trend, dass immer jüngere Kinder mit einem Smartphone rumlaufen. In der Klasse meiner Tochter haben bereits die Hälfte der Kinder ein Smartphone und 3/4 ein Handy. Kommt für mich in absehbarer Zeit nicht in Frage. Meins mal benutzen, okay, aber ein eigenes gibt es nicht. Wofür sollten sie es auch brauchen?

    Ach ich könnte da noch viel mehr drüber schreiben 😉

    LG Nessa

  2. Kirsten sagt:

    Das mit dem Schuhebinden-Können muss man im Kontext des Klettverschlusses sehen. Während das in meiner Kindheit (bin ich so alt? Anscheinend) die absolute Ausnahme ist, kommen Kinder heutzutage oft erst mit Schnürsenkeln in Berührung, wenn sie selber Chucks haben wollen.

    • Nessa sagt:

      Das ist aber in meinen Augen Bequemlichkeit der Eltern. „Mein Kind soll sich selbstständig anziehen. Schleife binden frustriert ihn/sie nur“.
      Sollen sie es ihnen halt beibringen.

  3. Uli sagt:

    Ich sehe es auch so, dass ich unsere Kleine (14 Monate) gar nicht dauerhaft von Tablet und Co. fern halten kann. Wir haben allein zwei Smartphones, Tablets und Laptops zuhause. Wie soll ich ernsthaft argumentieren, dass die nur etwas für Erwachsene sind? Solche strikten Verbote spare ich mir eher für wirklich gefährliche Dinge auf (Alkohol, Putzmittel, große Messer etc.).

    Natürlich braucht man Regeln im Umgang mit Technik, so wie jede Generation. Ich erinnere mich noch an wilde Diskussionen als die „Teletubbies“ damals auftauchten, ob kleine Kinder das schon kucken dürfen usw. Heute ist der Fernseher größtenteils egal geworden und man schreibt über Tablets und Smartphones als das neue Teufelszeug. Dabei verklären viele auch die eigene Kindheit, als sei „früher“ alles so viel besser gewesen.

    Kinder können doch einfach beides lernen, den (oft trivialen) Umgang mit Technik und danach Purzelbaum und Co. Und das beispielsweise immer weniger Kinder schwimmen können, hängt wohl eher an Sparmaßnahmen der Kommunen und im Bildungssektor. Wenn das lokale Hallenbad schließen muss, liegt das nicht an „Digitaler Demenz“.

  4. Vadder sagt:

    Mangels eines Tablets kann unser 18 Monate alter Sohn das noch nicht. Aber ich hätte auch kein Problem damit wenn er es könnte. Er kann unsere Laptops zuklappen und mein Smartphone entsperren. Und er weiss dass man es sich ans Ohr hält und plappert. Alles andere kommt von alleine, ich lass das einfach laufen…

  5. Kai sagt:

    Bei mir, kein Nintendo etc. Computer mit 5 gespielt, Wii mit 7, iPad mit 9 inkl. Telefon nur für Ihn …

    Er spielt gerne, aber eher selten, sonst würden die Regeln verstärkt…

  6. Anonymous sagt:

    Die Frage ist doch, ob Kinder mit 2 Jahren schon unbedingt ein Tablet / Smartphone etc. bedienen können müssen oder ob das nicht noch ein wenig Zeit hat.

  7. Hanna sagt:

    In der heutigen Zeit kann man die Kinder davon gar nicht fern halten. In meiner Familie ist es sogar so, dass ein Elternpaar für ihre 3 Kinder eigene iPads angeschafft haben (alle die alten der ersten Generation). Mag auf den ersten „Blick“ arg viel sein, aber wenn man mal genauer darüber nachdenkt, eigentlich auch schlau. Denn so gehen sie den Streits aus dem Weg, wenn der eine mit dem GameBoy das eine spiel Spielt und der andere auch will. Alle iPads haben die gleichen Spiele drauf, weil alle mit einem Apple-Account verwendet werden. Zeitlich begrenzt ist die Nutzung ebenfalls. Was will man dann mehr…

    Ich muss sogar sagen – und ja, ich bin Technik-Fan, was man in meinem Beruf als Programmier zwangsläufig ist -, dass ich das gut finde. Mein empfinden ist, dass Kinder schon mit der zeitgemäßen Technik aufwachsen sollten. So hält man ihn auch spätere Berufe nicht vor. Und es gibt so viele tolle Apps für die Tablets, bei denen die so viel lernen können. Das finde ich klasse.

    Dazu kann ich noch einwerfen: Als ich noch Kind war, da haben sich alle aufgeregt, als mein Papa mit uns vor den Computer gegangen ist und da mit uns gespielt hat. Für mich ist das alles wieder das gleiche. Mal wieder eine Verschiebung der gleichen Vorurteile in die heutige Zeit.

  1. 14. September 2014

    […] Für und Wieder von Technik in Kinderhänden debattieren, wie auch schon die Kollegen von “Ich bin dein Vater” erkannt haben. Doch eigentlich gibt es keinen Weg an der Digitalisierung vorbei, dies […]

  2. 12. Februar 2016

    […] Aber nicht nur für uns Erwachsene. Auch für Kinder ist das Internet Alltag. Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) sind gut die Hälfte der Achtjährigen (55 Prozent) in Deutschland online, 37 Prozent sogar mehrfach in der Woche oder täglich. Auch bei den Sechsjährigen ist bereits fast ein Drittel (28 Prozent) zum Teil regelmäßig im Netz unterwegs. Früher haben wir unser Spielzeug auseinandergenommen und erforscht, was dahinter steckt. Aber wie dechiffrieren wir den Code, mit dem wir täglich unser Leben organisieren? Und müssen wir das überhaupt? Wenn es nach dem Psychologen, Buchautor und Hochschullehrer Manfred Spitzer gehen würde, müssten wir umgehend mit dem Teufelszeug aufhören. In seinem Bestseller „Digitale Demenz“ poltert er, dass Computer und Smartphones Kinder dumm machen. Diese Kritik greift aber völlig ins Leere. Es geht nicht darum, ob wir Cyberkrank werden. Es geht darum digitale Kompetenz aufzubauen. […]

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